B111: Barsky, R.F.: Noam Chomsky - libertaerer Querdenker

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Art.Nr.: B111


Produktbeschreibung

Klappentext



Aus dem Englischen von Stefan Howald. Noam Chomsky hat seit den sechziger Jahren unsere Vorstellungen über Sprache und Denken revolutioniert. Zugleich ist er einer der schärfsten Kritiker der gegenwärtigen Weltordnung und des US-Imperialismus. Er ist als 'der einflussreichste westliche Intellektuelle' und als 'der bekannteste Dissident der Welt' bezeichnet worden. Diese erste Biografie macht bisher unbekannte Materialien über Chomskys intellektuelle Herkunft zugänglich: Seine Beziehung zum Judentum, die Bezugnahme auf einen libertären Anarchismus sowie Konzepte der gesellschaftlichen Selbstverwaltung.







'In der Zürcher edition 8 ist jetzt die erste Biographie des Wissenschaftlers und Politaktivisten erschienen. Robert F. Barsky hat sie geschrieben und zugunsten Chomskys parteiisch gehalten. Und das ist auch gut so. Barsky trägt damit dazu bei, die komplexen inhaltlichen Positionen Chomskys verständlich und nachvollziehbar zu machen. Mit der Parteinahme hängt die zweite Stärke des Buches zusammen: Chomsky in seiner wissenschaftlichen und politischen Umgebung, in seinen Diskussionen und Streits zu beschreiben, erscheint als Darstellungsform geeignet. Denn überall dort, wo sich Chomsky in der Öffentlichkeit bewegt hat, gibt es diese Auseinandersetzungen um sein Werk und seine Person. Die frühen politischen Einflüsse durch den Spanischen Anarchismus und zionistische Gruppen in den USA werden ebenso geschildert, wie der wissenschaftliche Werdegang zu einem der tonangebenden Linguisten überhaupt. Dargestellt wird ein Intellektueller, der lieber zu einfachen Leuten spricht als zu Fachpublikum. Und ein kritischer Intellektueller, dem die Gesellschaftskritik der Frankfurter Schule schon zu verschnörkelt und dem postmoderne Theorie kaum mehr als die Vernebelung simpler Tatsachen ist. Gezeigt wird auch ein sanfter Mensch, der mit äußerster Vehemenz seine Überzeugungen vertritt. Mehr störrisch als stoisch wies er die Kritik an seinem abstrakten Begriff von Meinungsfreiheit zurück, die ihm angesichts seines Einsatzes für die Redefreiheit des französischen Auschwitz-Leugners Faurisson entgegengebracht wurde. Für Chomsky ist das derselbe Kampf gegen das Verschweigen und das unmerkliche Unterschlagen von Nachrichten, für den er sich im letzten Jahrzehnt als Medientheoretiker stark gemacht hat. (Zitat Jens Petz Kastner, Originaltext: www.graswurzel.net, erschienen in der Graswurzelrevolution Nr. 252 Oktober 2000) '







Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.04.2000



'Eine Art Biografie', sei das, bemerkt der Rezensent mit dem Kürzel 'lx.' zu diesem Buch. Hier könne man, zumal über die Zeit der amerikanischen Studentenbewegung, manches Neue erfahren - unabhängig davon, ob man den verdienstvollen Linguisten, aber politisch umstrittenen Intellektuellen Noam Chomsky nun mag oder nicht.

 

Diesen Artikel haben wir am 09.02.2021 in unseren Katalog aufgenommen.