Egon Günther: „Cavalieri Erranti – Revolutionäre Deserteure und Refraktäre aus Italien während des ‚Großen Krieges‘ und danach“

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Sonderdruck, 70 S., DINA4

„Internationalismus galt in der Arbeiterbewegung als hoher Wert, dem die großen Parteien und Gewerkschaften sich allerdings nur in seltensten Fällen gewachsen zeigten. Mehr als ein Lippenbekenntnis war der Internationalismus für die meisten nicht. Verwirklicht wurde er nur von einer Minderheit überzeugter Individuen, wie Egon Günther in seinem Vortrag über die Cavalieri Erranti zeigt. Er geht der Lebensgeschichte italienischer Sozialisten und Anarchisten nach, die es nach dem Eintritt Italiens in den Ersten Weltkrieg vorzogen zu emigrieren, viele in die Schweiz oder nach Deutschland und Ungarn. In ihren Gastländern waren diese Emigranten oft weiter politisch aktiv. Ihre Spuren finden sich bei der Besetzung des Vorwärts-Gebäudes im Januar 1919 in Berlin, im Schweizer Landesstreik und in den Kämpfen um die bairische und die ungarische Räterepublik im Frühjahr 1919.“

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